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Streifzug: Themen    Tag der Forts


(PDF) Kölnische Rundschau
vom 01.06.2014: Bericht
zum Tag der Forts in Köln


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Zw-Werk


Auf dem Zwischenwerk VIIIb
Zwischenwerk_VIIIb


Tag der Forts in Köln

Der nächste Termin ist am 4. Juni 2017

Die inzwischen 14te Auflage des beliebten Kultur- und Gschichtstages findet 2017 wie gewohnt am ersten Juni-Wochenende statt. In Kö:ln werden wieder zahlreiche Forts, Zwischenwerke und andere Festungsbauten gezeigt. Neben Führungen und Wanderungen zu weniger bekannten Relikten, gibt es neue spannende Vorträge zur Festungsgeschichte Kölns. Weitere Informationen unter CRIFA.


Ein Bericht aus dem Jahr 2014

In Köln wird das militärhistorische Erbe, insbesondere die Befestigung der Stadt durch die Preußen im letzten und vorletzten Jahrhundert, von engagierten Bürgerinnen und Bürgern erhalten. Ein besonderes Verdienst gebührt dabei dem Cologne Research – Institute of Fortification Architecture (CRIFA). An "Tagen der Forts in Köln" und an "Tagen des Denkmalschutzes" werden die verbliebenen Befestigungsanlagen und sonstige Spuren dieser Vergangenheit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Am 01.06.2014 fand der 11. Tag der Forts in Köln statt.

Unter "wikipedia" wird hierzu erläutert:

MauerDie Stadt Köln wurde unter preußischer Verwaltung (seit 1815) mit einem doppelten Festungsring umgeben. Mauerrest Er musste aufgrund des Versailler Vertrags nach 1919 geschleift werden. MauerturmZusammen mit der römischen Stadtmauer, der mittelalterlichen Stadtmauer, dem inneren und dem äußeren preußischen Befestigungsgürtel finden sich heutzutage in Köln Reste von vier Befestigungssystemen.

Die Militärringstraße, die auf der linken Rheinseite die Forts des äußeren Ringes miteinander verbindet, ist auch heute noch eine der vielen stark genutzten Ringstraßen um Köln. Auf dem größten Teil ihres Verlaufs führt sie durch eine parkähnliche Landschaft. Auf dem Rayon des Inneren Ringes verläuft die Ringstraße Innere Kanalstraße, Universitätsstraße, Weißhausstraße auch heute noch durch viel Grün.

Auch auf der rechten Rheinseite weisen Straßennamen auf den Militärring hin: Porzer Ringstraße, Gremberger Ring, Vingster Ring, Höhenberger Ring, Buchheimer Ring, Herler Ring, Mülheimer Ring, Neurather Ring, Höhenhauser Ring, Stammheimer Ring (Köln-Stammheim) Abschnitt (Fort XII mit Zwischenwerk XV).

Die Forts selbst sind in unterschiedlichem Zustand. Manche von ihnen werden von Vereinen genutzt, andere sind zugemauert und dienen als Refugien für Fledermäuse.


Fort I, ab 1880er Jahre benannt zu Fort Erbgroßherzog Paul von Mecklenburg, Oberländer Wall 1; 1830 erbaut und vom König als Rheinschanze bezeichnet; 1841-1847 zum Fort I umgebaut; Entwurf: Heinrich Ferdinand Schuberth mit Veränderungen von Ernst Ludwig von Aster und Carl Ferdinand Busse; 1882-1891 in die innere Umwallung mit einbezogen; 1911 Aufgabe als Festungswerk; 1914-1916 Entwurf der Gartenanlage durch Fritz Encke; Friedenspark 1919ff. Nutzung als Mensa der Universität zu Köln; 1926: Aufstellung des Kriegerdenkmals nach dem Entwurf von Otto Scheib und der bekrönenden Adler-Plastik von Georg Grasegger; 1939-1945 Flugabwehrstellung auf dem Dach des Reduits; in der Nachkriegszeit Außenstelle des Kölner Finanzamtes; 1971 Teilnutzung durch städtisches Gartenamt; heute: Jugendzentrum Köln e. V.; erhalten: Kernwerk mit Kriegerdenkmalaufbau, rheinwärtiger veränderter Flankenwall, rheinwärtiger Flankengraben und Facengraben, rheinwärtige Kaponiere, gesamtes Gelände in gärtnerischer Grundstruktur von Encke, allerdings ohne den von ihm damals gestalteten Blumenflor.


Fort IV, Erbgroßherzog Paul von Mecklenburg, Eifelstraße, im Volksgarten; 1822-1825 erbaut; Entwurf: Oberbaudeputation in Berlin unter Vorsitz von Schinkel, ausgeführt durch Jachnik, Elsner und Buschius; 1887-1889 umgenutzt zum ersten Kölner grünen Fort im Sinne der Romantik als Ruinenbestandteil im Park.

Treppentürme aufgestockt:
Fort_IV Entwurf: Adolf Kowallek; Nutzung durch Restaurationsbetrieb, zeitweise mit Sprudelausschank; 1930 Verbandstelle des Zweigvereins des Roten Kreuzes, ein Mieter; 1939: Verbandstelle des Zweigvereins des Roten Kreuzes und Zentrallager der Stadtverwaltung Dienststelle 824 (Gartenbau); nach 1945: Depot des Garten- bzw. Grünflächenamtes; seit 1983 Künstlerateliers.


Erhalten: Graben_Fort_IV
Kernwerk, Enveloppentore, südöstlicher Flankengraben mit Eskarpen- und Kontereskarpenmauer.

Zwischenwerk VIIIb (Marienburg), nordöstlich der Konrad-Adenauer-Straße; 1876-1878: erbaut, geringfügige Schleifungsarbeiten, laut Enckes Denkschrift (S. 65): Wenn es die Art der Sprengung gestattet, soll hier der Eindruck der alten Befestigungsanlage möglichst gewahrt bleiben. ... Diese Stelle ist der geeignete Ort für eine kleinere Gaststätte. Adenauer plante hier eine Restaurationsanlage für die Erholungsanlage; um 1926: gärtnerischer Entwurf von Fritz Encke; 1927: Ausführung mit Veränderungen von Theodor Nußbaum, nachkriegszeitliche Nutzung durch das Grünflächenamt; seit 1985: Skulpturenpark in den Außenbereichen; ansonsten heute: Kölner Festungsmuseum (CRIFA); das am besten erhaltene Werk im äußeren Festungsgürtel, geschleift sind nur die Kaponnieren an den Schulterpunkten, an und auf der Kehlkaponiere verläuft die in den 1920er Jahren erstellte Treppe, dachgartenartige Ziergartenanlage auf dem 1927 neu terrassierten Bodenniveau oberhalb des Zwischenwerks mit seinem erhaltenen, von Mauern eingefassten Facen- und Frontgraben.


 


Galerie :

Ein Rundgang vom Fort I, vorbei am Bayenturm, an der Bottmühle, der Severinstorburg, der Ulrepforte und der Stadtmauer am Sachsenring, über Fort IV zum Zwischenwerk VIIIb.

Fort I

Adlerplastik

Verwilderte Mauern

von Mecklenburg

Bayenturm

Bottmühle

Severinstorburg

Ulrepforte

Stadtmauer

Stadtmauer

Fort IV

Zwillingstürme

Zwischenwerk VIIIb

Eingang

Aufgang Kaponniere

Geschliffene Kasematte

Ofen

Kaponniere Ost

Kaponniere West

Kasematte

Brunnen

Dokumentation



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